Akustikbilder mit 4 bis 5 cm Dicke können im mittleren und hohen Frequenzbereich bis zu 100% Wirksamkeit bzw. Effektivität erreichen.
Die wichtigsten Aspekte zur Wirksamkeit von Akustikbildern im Überblick:
Wovon hängt die Effektivität eines Akustikbildes ab?
Die Effektivität eines Akustikbildes hängt vom Absorbermaterial, der Dicke, dem Fronttextil, der Position im Raum und der Absorberfläche im Verhältnis zur Raumgröße ab.
Entscheidend ist außerdem, welche Frequenzen im Raum stören und welches Ziel erreicht werden soll – etwa weniger Nachhall, klarere Sprache oder ein ruhigeres Klangbild.
Gibt es Akustikbilder mit 100% Wirksamkeit?
Ein Wert wie αp = 1,00 bedeutet nicht, dass ein Akustikbild über alle Frequenzen hinweg vollständig absorbiert. Er bezieht sich immer auf einen bestimmten Frequenzbereich oder eine konkrete Messfrequenz.
Deshalb sprechen wir bewusst von „bis zu 100 % Wirksamkeit“: Unsere Akustikbilder erreichen in einzelnen relevanten Frequenzbereichen sehr hohe Absorptionswerte – AluStyle und WoodStyle bei 500 Hz, CanvasStyle im Bereich von 1.000 bis 4.000 Hz.
Wie wichtig ist die Dicke eines Akustikbildes?
Die Dicke des Akustikbildes hat eine Auswirkung auf den Frequenzbereich, auf den sich das Akustikbild schallabsorbierend auswirkt.
- Dünne Akustikbilder mit 1-2 cm Dicke wirken vor allem im hohen Frequenzbereich (über 1000 Hz).
- Akustikbilder mit 4-6 cm wirken vollständig im Bereich der menschlichen Sprache (250 bis 4000 Hz).
- Akustikbilder mit etwa 10 cm wirken sehr gut auch in niedrigeren Frequenzbereichen (z.B: für Homecinema-Einsatz)
Ist der Abstand zur Wand wichtig für Wirksamkeit eines Akustikbildes?
Ja, absolut! Grob vereinfacht kann man sagen, dass je größer der Wandabstand ist, desto höher ist auch die Wirksamkeit. Auch hier muss der konkrete Frequenzbereich betrachtet werden, den man dämmen möchte. Ein größerer Abstand wirkt sich auf größere Wellenlängen (tiefere Frequenzen) aus.
Tipp: Durch einen Abstand von 1-2 cm zur Wand kann man auch dünnere (eigentlich weniger leistungsstarke Akustikbilder) zu mehr Leistung bringen.
Akustikbilder versprechen Ruhe, Klarheit und bessere Sprachverständlichkeit. Doch wie stark ist der Effekt von Akustikbildern wirklich? Wer Räume gestaltet, in denen Konzentration, Gespräche oder auch Erholung im Mittelpunkt stehen, möchte sicher sein: Bringt das, was an der Wand hängt, auch den gewünschten Effekt? Ist das Akustikbild die richtige Wahl?
Schauen Sie sich gern mehr als 70 echte Beispiele für Akustikbilder im Einsatz an oder lesen Sie hier, was unsere Akustikbilder konkret für Sie leisten.
Um die Effektivität von Akustikbildern zu verstehen, braucht es Wissen.
Warum sehr dünne Akustikbilder, z.B. 2 cm dick, oft nicht genug Raumwirkung erzielen.
Ein häufiger Fehler bei der Auswahl von Akustikbildern ist eine zu geringe Bautiefe. Ein Akustikelement mit nur 1 oder 2 cm Dicke wirkt optisch oft schlank und unauffällig – akustisch bleibt die Wirkung jedoch meist begrenzt. Solche sehr dünnen Elemente absorbieren vor allem höhere Frequenzen oberhalb von 2.500 Hz. Für eine spürbare Verbesserung der Raumakustik in Büros, Besprechungsräumen, Praxen oder Behandlungszimmern reicht das aber nicht aus, da Sprache auch im mittleren Frequenzbereich um 500 Hz stattfindet.
Aus der Praxis lassen sich folgende Bautiefen als Orientierung empfehlen:
Akustikbilder mit 4 bis 6 cm Baudicke
Akustikbilder und Absorberelemente mit offenporigem Material wie Basotect® oder geeignetem Akustikvlies wirken deutlich breiter im Frequenzspektrum. Sie reduzieren störende Reflexionen im sprachrelevanten Bereich und sorgen dadurch meist für eine klar hörbare Verbesserung von Nachhall, Sprachverständlichkeit und allgemeiner Ruhe im Raum.
Akustikbilder mit 10 cm Dicke, spezielle Materialkombinationen oder freihängende Elemente mit Abstand zur Wand oder Decke
Diese Lösungen kommen vor allem dann infrage, wenn besonders hohe Lautstärken auftreten oder auch tiefere Frequenzbereiche stärker berücksichtigt werden sollen – zum Beispiel in Kantinen, Sporträumen, Musikräumen oder sehr halligen großen Räumen.
Das Absorbermaterial macht einen großen Unterschied.
Nicht jeder Schallabsorber wirkt gleich gut. Entscheidend ist, aus welchem Material der innere Absorber besteht und wie gut dieses Material Schallenergie aufnehmen kann. Bei offenporigen Materialien dringt der Schall in die feine Struktur ein. Dort wird ein Teil der Schallenergie durch Reibung in sehr geringe Mengen Wärme umgewandelt. Genau dieser Vorgang reduziert störende Reflexionen im Raum.
Besonders gut funktioniert das bei porösen, offenporigen Werkstoffen. Einen kurzen Überblick gängiger Absorbermaterialien für Akustikbilder finden Sie nachfolgend:
Basotect® / Melaminharz-Schaum
Leicht, formstabil und sehr gut geeignet für die Absorption mittlerer und hoher Frequenzen. Deshalb wird Basotect® häufig für hochwertige Akustikbilder, Deckensegel und Wandabsorber eingesetzt.
Mineralwolle
Akustisch sehr wirksam, wird aber wegen Faserstruktur, Verarbeitung und Schutzanforderungen eher in technischen Konstruktionen, Deckenaufbauten oder industriellen Anwendungen eingesetzt.
Polyesterfaser / Polyestervlies
Langlebig, robust und ebenfalls akustisch wirksam. Je nach Materialdichte, Dicke und Aufbau können gute Absorptionswerte erreicht werden, häufig auch in Kombination mit einem Luftspalt.
Tipp: Achten Sie nicht nur auf Begriffe wie „schallabsorbierend“ oder „akustisch wirksam“, sondern fragen Sie nach konkreten Messwerten. Besonders aussagekräftig sind Messungen nach DIN EN ISO 354.
Der Wandabstand: Kleine Maßnahme, große Wirkung.
Wird der Absorptionsgrad eines Akustikelementes bestimmt, passiert dies in einem AkustikLabor wie diesem von Fuchs Raumingenieure in Nürnberg. Der dortige kubische Hallraum wird an einer Fläche mit den Akustikbildern (oder anderen zu prüfenden Elementen) bestückt. Bei Akustikbildern ist dies der Boden. Durch die Würfelform des Raumes spielt es für den Verlauf und die Absorption der Schallwellen keine Rolle.
In sehr vielen Messungen ist die Realität, dass die Absorber mit einem Abstand zu dieser Fläche platziert werden. Typisch sind mindesten 5 cm – mitunter geht dieser Abstand hoch bis auf 20 cm. Dadurch verbessert sich die Wirkung in den tieferen Frequenzen deutlich und führt zu einer besseren Einstufung der Absorberklasse. Aber: In realen Büros oder Praxen ist so viel Platz kaum praktikabel. Während ein 5 cm Wandabstand vielleicht gerade noch vorstellbar ist, hängt wohl kaum jemand ein Akustikbild mit 10 oder 20 cm Abstand zur Wand. Und das, obwohl der Effekt der Akustikelemente tatsächlich deutlich stärker ausfallen würde.
Die gute Nachricht: Auch ein kleiner Wandabstand lohnt sich schon. Im Grunde zählt jeder Zentimeter. Je größer der Abstand werden kann, desto besser werden die tiefen Mittelfrequenzen abgedeckt, was die Sprachverständlichkeit begünstigt. Warum das wichtig ist, erfahren Sie in unserem Artikel über Sprachverständlichkeit: Wieso versteht man Gespräche bei Hall schlechter?
Mythos klären: Gibt es 100 % Effektivität bei Akustikbildern?
Einige Akustikprodukte werben mit „Alpha 1“ oder einem Absorptionsgrad von 1,0. Das wird häufig vereinfacht als „100 % Schallabsorption“ verstanden. Fachlich ist dabei jedoch entscheidend, in welchem Frequenzbereich dieser Wert erreicht wird.
Denn ein Akustikbild absorbiert nicht automatisch über alle Tonhöhen hinweg gleich stark. Manche Elemente erreichen sehr hohe Werte eher im Bereich ab 1.000 Hz, andere wirken bereits bei 500 Hz besonders stark. Für die praktische Raumwirkung ist genau dieser Unterschied wichtig.
In Räumen, in denen Sprache gut verständlich bleiben soll – zum Beispiel in Büros, Besprechungsräumen, Praxen oder Seminarräumen – sind besonders die mittleren Frequenzbereiche relevant. Dazu gehört unter anderem der Bereich um 500 Hz, weil dort ein wichtiger Teil der Sprachwahrnehmung liegt. Höhere Frequenzen ab 1.000 Hz beeinflussen zusätzlich Klarheit, Helligkeit und den Eindruck von Halligkeit.
Deshalb reicht die Aussage „Absorptionsgrad 1,0“ allein nicht aus. Wichtig ist immer die Frage: Bei welcher Frequenz wird dieser Wert erreicht – und passt das zur Nutzung des Raumes?
Die Datenblätter für unsere verschiedenen Akustikbilder-Varianten finden Sie → hier.
Darüber hinaus spielen auch Absorberfläche und Absorberposition eine zentrale Rolle. Ein Element kann sehr gute Messwerte haben und im Raum trotzdem wenig bewirken, wenn es zu klein ist oder an einer akustisch ungünstigen Stelle hängt. Umgekehrt können auch Produkte mit etwas niedrigeren Absorptionswerten eine deutlich hörbare Wirkung entfalten, wenn sie ausreichend groß sind, sinnvoll platziert werden und zur Raumsituation passen.
Fazit: So effektiv sind Akustikbilder.
Akustikbilder sind sehr effektiv, wenn Bauart, Größe und Position simmen und die Raumart geeignet ist. Durch ihren gestaltenden Charakter sind sie überall nutzbar, wo auch ein normales Wandbild Platz fände. Die Effektivität ist nach über 15 Jahren praxiserprobt und kann mittlerweile von zahlreichen Anbietern in tausenden Projekten nachgewiesen werden. Allerdings hängt der mögliche Effekt von Akustikbildern auch stark vom angestrebten Ziel ab – und damit besonders von der richtigen Planung.
Diese Punkte müssen für einen hohen Akustikbilder Effekt berücksichtigt werden:
- Akustikbilder wirken gegen Hall im mittleren und hohen Frequenzbereich (Sprachverständlichkeit)
- Dicke des Absorbers liegt idealerweise zwischen 4–10 cm
- Dämmmaterial (z. B. Basotect® oder Akustikvlies) mit geprüfter Wirksamkeit im Frequenzbereich der menschlichen Sprache und nachlesbaren Werten
- Richtige Platzierung im Raum (Wandabstand, Nähe zur Schallquelle)
- Raum- und Anwendungsgerechte Absorberfläche sowie Verteilung
In diesem Wartebereich wurden mehrere kleine Elemente an verschiedenen Wänden verteilt aufgehängt. Durch die Verteilung auf mehrere Wände ist der Akustikbilder Effekt höher, auch wenn die Absorberflächen jeweils eher klein sind. Damit ist dieses Beispiel eine gelungene Kombination aus Gestaltung und Wirksamkeit.
Für die Praxis heißt das: Die Effektivität von Akustikbildern ist hoch für die Anwendung in Räumen, in denen Menschen sich konzentrieren, verständigen oder entspannen wollen – von Einzelbüros bis zu Wartebereichen, von Besprechungszonen bis zum Wohnzimmer. In Großraumbüros sind sie eine wichtige und wertvolle Ergänzung zu anderen Elementen wie Deckensegeln und zonierenden Elementen oder Raumtrennern. Einen spannenden Artikel über die Akustikbilder in Großraumbüros finden Sie hier: Wie Akustikbilder im Großraumbüro wirken und wann sie sinnvoll sind.
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