Case Study: Privatarztpraxis Die Betriebsärzte

Akustikkonzept für eine Privatarztpraxis

Das Gesamtziel: Mehr Ruhe, bessere Sprachverständlichkeit und ein stimmiges Raumgefühl – abgestimmt auf jeden einzelnen Bereich der Praxis und die bereits vorhandenen Einrichtungs- und Gestaltungselemente.

In dieser Privatarztpraxis sollten mehrere Räume akustisch verbessert werden, ohne den hochwertigen Gesamteindruck zu stören. Gesucht war kein technischer Eingriff, der sich sichtbar in den Vordergrund drängt, sondern ein durchdachtes Konzept, das Ruhe, Klarheit und Wohlbefinden unterstützt.

Entstanden ist eine individuelle Lösung für Wartebereich, Flur, Optikraum, Cardio-Raum, Arztzimmer und Meetingraum. Je nach Nutzung standen Sprachverständlichkeit, Lärmreduzierung oder eine konzentrierte Atmosphäre im Fokus. Verbunden werden die Räume durch ein wiederkehrendes Gestaltungsthema an der Decke und auf die vorhandenen Wandbilder und Möbel farblich abgestimmte Akustikelemente an den Wänden.

Projekt:Akustikkonzept für eine Privatarztpraxis
Zeitraum:März-April 2026
Leistungen:Visuelles Konzept, akustisches Konzept, Fertigung der Akustikelemente + Montage
Räume / Bereiche:Wartebereich, Flur, Optikraum, Cardio-Raum, Arztzimmer, Meetingraum
Ziele:bessere Sprachverständlichkeit, weniger Hall, angenehmere Raumwirkung, gestalterische Aufwertung
Lösungen:Basotect Akustikkreise an der Decke, SONÉRA Akustikelemente an der Wand, Basotect Absorberplatten an der Wand
Besonderheit:Jeder Raum wurde einzeln gedacht – funktional, ästhetisch und als Teil eines übergreifenden Gesamtkonzepts

Die Herausforderung

Die Anforderungen in dieser Praxis waren von Raum zu Raum sehr unterschiedlich. Während im Eingangsbereich eine angenehme Begrüßungssituation mit guter Sprachverständlichkeit wichtig war, ging es im Wartebereich vor allem um ein angenehmes Grundgefühl bei Gesprächen vor dem Termin. Der Raum für Sehtests- und -Prüfungen verlangte nach einer konzentrierten Atmosphäre, der Cardio-Raum nach einer wirksamen Reduktion von Trainingsgeräuschen. Im Arztzimmer und Meetingraum stand wiederum eine klare, angenehme Kommunikation im Vordergrund.

Hinzu kam ein hoher gestalterischer Anspruch. Die akustische Verbesserung sollte sich selbstverständlich in die Praxis einfügen, freundlich wirken und den wertigen Gesamteindruck stärken. Gesucht war also keine Standardlösung, sondern ein Konzept, das akustische Wirkung und Innenwirkung präzise zusammenbringt.

Die Lösung

Jeder Raum stellte andere Anforderungen an die Akustik. Im Eingangsbereich des Flurs sollte die Begrüßungssituation direkt an der Tür ruhiger und verständlicher werden. In der Flurmitte ging es zusätzlich darum, die Schallausbreitung in die hinteren Räume einzudämmen und die Sitzecke gestalterisch stimmig zu ergänzen.

Im Wartebereich wurden Akustikkreise an der Decke eingesetzt, weil die vorhandenen Wandlösungen kaum Wirkung zeigten und eine Renovierung vermieden werden sollte. Im Optikraum verbesserten quadratische Basotect-Absorberplatten gegenüber der Fensterfront die Akustik in dem langgezogenen Raum und unterstützen konzentriertes Arbeiten bei Sehtests. Im Cardio-Raum wurde die Geräuschentwicklung durch eine Kombination aus Deckenelementen und farblich abgestimmten Wandelementen deutlich reduziert. Auch Arztzimmer und Meetingraum erhielten gezielte Lösungen für eine bessere Sprachverständlichkeit und eine klare, professionelle Raumwirkung.

Flur – Eingangsbereich

Direkt an der Eingangstür werden Patientinnen und Patienten persönlich begrüßt. Gerade dort war der Hall besonders stark spürbar. Um diese erste Gesprächssituation angenehmer zu gestalten, wurde ein SONÉRA Akustikelement gezielt im Sprechbereich platziert. So verbessert sich die Sprachverständlichkeit genau dort, wo sie im Praxisalltag unmittelbar gebraucht wird.

Flur – Mitte

In der Flurmitte sollte nicht nur die Akustik verbessert, sondern auch die Sitzecke gestalterisch stimmig ergänzt werden. Gleichzeitig war es wichtig, die Schallausbreitung vom vorderen Eingangs- und Wartebereich in die hinteren Räume zu reduzieren. Die Lösung bestand aus drei schlanken, farbenfrohen SONÉRA Elementen gegenüber der Sitzecke. Sie setzen einen bewussten gestalterischen Akzent und unterstützen zugleich eine ruhigere akustische Zonierung innerhalb der Praxis.

Wartebereich

Im Wartebereich waren bereits Akustikplatten an den Wänden vorhanden, deren Wirkung jedoch kaum spürbar war. Da eine Renovierung des Raumes vermieden werden sollte, fiel die Entscheidung auf eine Lösung an der Decke. Akustikkreise sorgen hier für einen angenehmeren Raumklang und mehr Ruhe beim Sprechen, etwa wenn Patientinnen oder Patienten in Begleitung kommen. Gleichzeitig greifen sie das freundliche Gestaltungsthema der Praxis auf.

Optikraum

Der Optikraum war durch seine schlauchförmige Struktur und die große Fensterfläche akustisch herausfordernd. Hier stand vor allem Konzentration im Vordergrund, da der Raum auch für Sehtests und Prüfungen genutzt wird. Gegenüber der Fensterfront wurden quadratische Basotect Absorberplatten im Format 90 x 90 cm angebracht. Die gerundeten Ecken geben den Elementen eine zurückhaltende, ansprechende Wirkung, die gut zur ruhigen Nutzung des Raumes passt.

Cardio-Raum

Im Cardio-Raum trafen starker Hall und eine intensive Geräuschentwicklung durch Bewegung und Geräte aufeinander. Zusätzlich sollte auch der angrenzende Optikraum entlastet werden. Deshalb wurde hier eine Kombination aus Wand- und Deckenlösung gewählt: sanft farbige SONÉRA Elemente in Violett und Blau an der Wand zum Nachbarraum sowie Akustikkreise aus Basotect an der Decke. So entstand eine spürbar ruhigere und zugleich lebendigere Atmosphäre, die auch emotional positiv auf den Raum wirkt.

Arztzimmer

Im Arztzimmer waren Hall und eingeschränkte Sprachverständlichkeit deutlich wahrnehmbar. Ziel war eine klare Gesprächssituation zwischen Arzt oder Ärztin und Patientin oder Patient, verbunden mit einer hochwertigen Gestaltung, die nicht überladen wirkt. Gegenüber dem Schreibtisch wurden SONÉRA Akustikelemente in sanften Rottönen platziert. Ergänzend entstand über dem Sprechbereich eine Deckeninsel aus Akustikkreisen. So wird die entscheidende Kommunikationszone gezielt akustisch unterstützt.

Meetingraum

Auch im Meetingraum standen Hall und Sprachverständlichkeit im Fokus. Gleichzeitig sollte der Raum professionell und gestalterisch ruhig wirken. Die Lösung war ein langes, zweifarbiges SONÉRA Akustikelement, das parallel zum Tisch positioniert wurde. Es verbessert die akustische Qualität des Raumes und fügt sich mit klarer Präsenz in die Gestaltung ein.

Dieses Projekt zeigt, wie unterschiedlich Raumakustik innerhalb einer Praxis gedacht werden kann. Statt eine einzige Lösung auf alle Räume zu übertragen, wurde jeder Bereich einzeln betrachtet: nach Nutzung, Raumgröße, Schallverhalten und gewünschter Atmosphäre.

Die Akustikkreise bilden den gestalterischen roten Faden an den Decken. Sie wirken freundlich, weich und wenig technisch. Gerade in einer Praxis ist das ein wichtiger Unterschied, weil Räume dadurch ruhiger und einladender erscheinen. An den Wänden kamen überwiegend SONÉRA Akustikelemente zum Einsatz, deren Farben bewusst auf Möbel, Bilder und vorhandene Gestaltung abgestimmt wurden. So entstand kein sichtbarer Bruch zwischen Funktion und Innenraum, sondern ein Gesamtkonzept, das die Praxis als Einheit erlebbar macht.

Besonders passend ist die Lösung auch deshalb, weil sie nicht nur auf Hall reagiert, sondern auf konkrete Situationen im Praxis-Alltag: auf Begrüßungen an der Tür, Gespräche im Wartebereich, konzentrierte Sehtests, sportliche Aktivität im Cardio-Raum und vertrauliche Gespräche im Arztzimmer. Die Akustik wurde dort verbessert, wo Menschen sie unmittelbar erleben.

Ergebnis

Die Akustik in der gesamten Praxis wurde deutlich verbessert. Hall wurde reduziert, Gespräche sind angenehmer und verständlicher geworden, und die Räume wirken spürbar ruhiger. Gleichzeitig ist über alle Bereiche hinweg ein stimmiges gestalterisches Konzept entstanden, das die Praxis hochwertig, klar und freundlich erscheinen lässt.

Für Patientinnen und Patienten entsteht damit vom ersten Moment an ein gutes Raumgefühl. Die Praxis wirkt professionell und zugleich zugewandt. Farben, Formen und Akustik greifen ineinander und unterstützen eine Atmosphäre, in der Menschen sich angekommen fühlen können. Gerade in sensiblen Situationen, in denen Anspannung oder Unsicherheit mitschwingen, kann eine solche Umgebung einen echten Unterschied machen.

So wurde aus einer akustischen Aufgabe ein durchdachtes Gesamtkonzept für mehr Ruhe, bessere Kommunikation und eine Praxis, die ihre Qualität nicht nur zeigt, sondern auch spürbar macht.

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